Referat: Das Attentat von Sarajevo

Das Attentat von Sarajevo

I. Vorgeschichte

1. Bündnissystem der europäischen Länder und Russlands

Vom deutschen Reichskanzler Bismarck wurde seit der Gründung des deutschen Reiches 1871 ein Bündnissystem in Europa gestrickt. Zweck war es zum einen, den Frieden in Europa dauerhaft zu sichern. Zum Anderen ging es darum, den Anschein deutscher Hegemonialbestrebungen in Europa zu vermeiden und Frankreich zu isolieren. Nach dem Kaiserwechsel war es für Bismarck zunehmend schwieriger dieses System zu etablieren, nach dem Attentat von Sarajevo brach es endgültig zusammen.

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2. Russlands Panslawismus

Der Begriff Panslawismus steht für die Bestrebung aller Slawen in einem Staat leben zu wollen. Russland nutzte den Begriff des Panslawismus für sich, um seine Einflussgebiete zu erweitern und politische Macht zu sichern. Damals bezog sich Russlands Hegemonialpolitik vorrangig auf die Staaten des Balkan, heute werden panslawistische Bestrebungen im Ukrainekonflikt offenbar.
3. Beziehung zwischen dem deutschen Kaiserreich und Österreich-Ungarn
Die Beziehung zwischen Deutschland und Österreich war gut. Durch das Zweierbündnis Bismarcks waren beide Staaten miteinander verbunden. Nach dem Attentat erteilte Deutschland Österreich einen „Blankoscheck“ , d.h. Österreich konnte auf das Attentat reagieren, wie es wollte, deutscher Beistand war den Österreichern immer sicher.

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II. Der Balkan

1. Österreich als Vielvölkerstaat

Österreich- Ungarn war ein Vielvölkerstaat. Durch Kriege und Annexion vieler Gebiete war Österreich- Ungarn einer der größten europäischen Staaten. Die Einflusssphäre erstreckte sich bspw über Ungarn, Slowenien, Bosnien Herzegowina, Teile von Norditalien und Albanien. Diese Länder hatten unter der österreichischen Herrschaft zu leiden und versuchten deshalb immer wieder unabhängig zu werden.

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2. Gegenbestrebung in Serbien

In den Vielvölkerstaat sollte auch Serbien eingebunden werden. Allerdings standen sich in Serbien die Expansionspläne der Österreicher und die panslawistische Bestrebungen Russlands direkt gegenüber. Die Untergrundorganisationen wollten eine weitere Ausdehnung Österreichs um jeden Preis verhindern.

3. Konflikte und Gegenmaßnahmen

Die Widerstandsgruppen versuchten aus dem Untergrund heraus die österreichische Herrschaft zu bekämpfen. Insbesondere in Serbien und im Rest des Balkans war die sogenannte „schwarze Hand“ aktiv. Die von Österreich ergriffenen Gegenmaßnahmen waren hart. Polizei und Geheimdienste wurden eingesetzt, um die Partisanen zu bekämpfen und jeden Aufstand im Keim zu unterdrücken. Die österreichische Politik führte schon vor 1914 immer wieder zu Krisen, wie bspw am 5.10.1908 zur Balkankrise durch die Annexion Bosniens.

III. Die österreichisch- ungarische Monarchie

1. Franz Josef I.

Das Staatsoberhaupt der österreichisch- ungarischen Monarchie war Kaiser Franz Josef I.
Er wurde auf Schloss Schönbrunn in der Nähe von Wien am 18. August 1830 geboren. Am 16.11.1916 starb er auch dort. Er war Angehöriger der Herrscherfamilie namens Habsburg- Lothringen. 68 Jahre lang war er Herrscher seines Landes.

2. Kronprinz Herzog Franz Ferdinand und seine Frau

Nach dem Tod des Sohnes von Franz Josef und Elisabeth und nachdem sein Vater verstorben war, rückte Franz Ferdinand an die Stelle des österreichisch- ungarischen Thronfolgers. Er war verheiratet mit Sophie Gräfin Chotek. Als er erschossen wurde, war er 51 Jahre alt.

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IV Das Attentat

1. Vorbereitung

Das Attentat wurde von einer Geheimorganisation namens „Schwarze Hand“ geplant. Schon vor dem Attentat von Sarajevo hatte diese Organisation Politiker getötet. Sie planten das Attentat so, dass eine Bombe auf das fahrende Auto des Kronprinzenpaares geworfen werden sollte. Der Hauptattentäter war Gavrillo Princip, der gerade einmal 20 Jahre alt war.

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2. Ablauf des Attentats

Das Attentat sollte ausgeführt werden, als der Herzog und seine Frau in der Stadt waren. Ihr Tag war fest durchgeplant. Der Herzog und seine Frau waren gegen Mittag in einer Kolonne mit offenem Auto Richtung Rathaus unterwegs.

Eine Bombe wurde von einem Mitglied der schwarzen Hand in Richtung des Kronprinzenfahrzeuges geworfen, verfehlte jedoch knapp ihr Ziel. Daraufhin ändert Franz Ferdinand die Fahrtroute. Er möchte die Verletzten im Krankenhaus besuchen. Obwohl der Bürgermeister von Sarajevo den Erzherzog bittet, die Fahrt zu unterbrechen, besteht der Erzherzog auf die Weiterfahrt. Der Chauffeur des Kronprinzenpaares weiß nicht, dass die Route in Richtung Krankenhaus geändert wurde und bleibt auf dem ursprünglichen Weg. Er hält an einer Abzweigung kurz an, weil er überlegen muss, welche Straße die Richtige ist. An dieser Stelle steht zufällig Gavrillo Princip. Der zieht die Pistole und eröffnet das Feuer auf das Kronprinzenpaar im offenen Wagen. Der Herzog ist tödlich getroffen und die Herzogin stirbt wenig später im Krankenhaus. Wie er später zugibt, war das eigentliche Ziel des Anschlages der Erzherzog und nicht seine Gemahlin.

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V. Auswirkungen

Die Auswirkungen des Attentats waren schwerwiegend. Die Auseinandersetzungen um die Aufklärung und die Bestrafung der Täter führte die europäischen Mächte, vor allem Österreich-Ungarn und Deutschland direkt in den ersten Weltkrieg.
Quellenangaben:
https://www.dhm.de/lemo/kapitel/erster-weltkrieg/kriegsverlauf/attentat-von-sarajewo.html
http://www.mein-oesterreich.info/geschichte/sarajevo.htm
http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2014/01/erster-weltkrieg-attentat-von-sarajevo
http://www.spiegel.de/einestages/attentat-in-sarajevo-1914-dilettantischer-mord-loeste-weltkrieg-aus-a-976198.html
www.wikipedia.de
http://www.gmx.ch/magazine/politik/ausbruch-weltkriegs-katastrophe-19070190

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